Morgähn ! Heute habe ich fast mal länger geschlafen als sonst, was heute nur richtig heftig war, war .... na was wohl... der Regen. Das ist wie wenn einer aus dem Meer den Stöpsel rauszieht und uns alles was rauskommt über den Kopf leert. Also erstmal relaxt frühstücken und dann telefoniere ich mit der Mutter eines Studienkollegen, die hier auf Big Island wohnt. Sie macht mir durch ihre detaillierten Ausführungen schnell klar... ich hab viel zu wenig Zeit hier verbracht und noch viel zu wenig gesehen. Tja, aber was soll man machen, die Zeit hier ist eben begrenzt. Da das Wetter sowieso nicht so einladend ist und wir keine Auto mit Allradantrieb haben, kommen nur noch wenige Punkte in Frage. Wir entscheiden uns heute einen auf Kultur zu machen und ein paar Museen anzuschauen. Dazu fahren wir nach Hilo, der Hauptstadt der Insel. Da ist es, das Tsunami Museum. Ist uns aber zu teuer, also weiter zum East Hawai'ian Culture Museum. Dort gibt es nur eine Austellung einiger lokaler Künstler. Ist ganz nett, aber nichts besonderes (Bilder sind anbei). Danach ziehen wir weiter ins Lyman Museum. Dort gibt es viel zu sehen, über die Entstehung der Inseln, der hawai'ischen Mythologie, Geologie und und und. Hier ein Auszug von dem was ich heute gelernt habe (ohne Gewähr, da es von allen Legenden hier viele verschiedene Versionen gibt): Der Gott Aa (Licht) strahlte herunter auf das Wasser (repräsentiert durch die Schwester von Pele) und sah, dass es gut, aber langweilig war. Also gab er der der Göttin der Vulkane (Pele) Kraft und sie erhob sich aus dem Wasser und formte Kauai, die älteste aller Inseln. Ihre Schwester fand das aber gar nicht gut und nahm das Wasser und löschte ihre Flammen. So zog Pele weiter gen Westen und formte Oahu, Maui und Big Island. Jedes Mal wurde sie wieder von ihrer Schwester besiegt und so wohnt sie heute immer noch auf Big Island im schneebedeckten Kegel des Mauna Kea, dem höchsten Berg der Welt (über 30.000 ft vom Grund des Meeres aus gerechnet). Doch obwohl sie schläft plant sie schon ihren nächsten Coup, den vor Big Island entsteht unter Wasser schon der nächste Vulkan der eines Tages vielleicht die nächste Insel formt. Wir verlassen das Museum, schlendern ein wenig durch Hilo (zieht für die Hauptstadt der Insel ziemlich heruntergekommen aus) und fahren schließlich gen Süden um vielleicht doch nochmal Lava zu sehen. Doch leider ist die Straße, die uns ganz nah an die Lava bringen sollte aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt und den Fußweg, den wir hinter uns bringen, hilft uns auch nicht viel weiter. Daher müssen wir leider wieder abziehen und machen uns dann auch über ein paar kleinere Umwege am Strand entlang auf den nach Hause weg. Schließlich müssen wir noch packen, da wir morgen erstmal um die halbe Insel herum nach Kona müssen um unseren Flieger nach Maui noch zu erwischen :) Daher ist heute erst mal Schluß, bis demnächst in Maui.
Mittwoch, Januar 10, 2007
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