Samstag, November 17, 2007

#14 - Trinidad, Salsa, Beats ... was will man(n) mehr

Damit wir nicht unangenehm auffallen entscheiden wir uns heute nach dem Frühstück mal wieder unsere Klamotten zu waschen. Wir leihen uns etwas Waschpulver vom Haus und gehen ran ans Werk. Aufgehangen wird die Wäsche auf dem Dach in der Hoffnung, dass uns nichts wegfliegt. Jetzt geht's rein in die Stadt, vorbei an vielen Straßenverkäufern mit leckerem Gebäck und den netten kleinen Strässchen. Hier trifft man auf deutlich mehr Touristen als in anderen Städten, was dem ganzen aber keinen Abbruch tut. Da es heute super heiß ist, kaufen wir ein paar Postkarten und setzen uns dann mit einem Eis bewaffnet an eine Bar. Wir geben uns große Mühe beim Schreiben der Karten nur um später in Deutschland zu erfahren, dass 50 % der Karten nie ankommen. Aber der Wille zählt ja bekanntlich. Ein paar Zumos später machen wir uns auf mal einen tollen Sonnenuntergang zu sehen (ja, die Sonne geht hier früh unter ;)) und klettern auf der Berg zum Radiosender. Der Weg ist steil und führt durch das Viertel der Ärmsten hier. Man sieht uns zwar mal länger an, doch Gefahr droht auch hier nicht. Auf dem Berg angekommen bietet sich ein wundervolles Panorama über die Stadt und das Meer. Langsam versinkt der blutrote Feuerball im Meer. Bei all der Euphorie vergessen wir die Zeit und der Trampelpfad abwärts bereitet uns doch einige Fehltritte. Jedoch kommen wir unbeschadet unten an. Nur ist das Armenviertel bei Nacht... ein wenig mulmig. Einfach nichts anmerken lassen und weiter. Hilft nichts... 10 m später werden wir angesprochen und nach kurzem Austausch bekommen wir auf Deutsch Pferdeausritte angeboten. Die Kubaner sind doch immer für eine Überraschung gut. Nach dem Abendessen zieht es uns noch in eine Bar und was wäre da besser geeignet als der Plaza Mayor. In der Bar hier tummelt sich das Leben, Touristen und Einheimische legen hier eine flotte Sohle aufs Parkett. Ab und an versuchen auf kubanische Gigolos Touristinnen das Tanzen beizubringen, doch kein Vergleich. Eine Kubanerin hat nun mal das Tanzen im Blut. Im Anschluss schlendern wir noch etwas durch die Stadt und hängen uns an die Jugend. Dadurch finden wir auch die In-Disco in Trinidad. Der Eintritt ist für uns gering (1$), doch für die Kids ist das nicht ohne. Trotzdem ist die Bude voll. Und das tolle, keine Touris. Hier geht es zur Sache, die Hüften werden geschwungen und es wird alles gegeben. Die Musik rockt, wir kennen die Titel aus Europa's Discos. Jedoch wir hier ein Battle zwischen dem Publikum und dem DJ ausgetragen. Das kennen wir nicht, doch die Meute liefert sich einen musikalischen Wettstreit. Und wir mittendrin ;) Es dauert nicht lang bis wir mit ein paar Jungs ins Gespräch kommen, die uns auch gleich ihre Schwestern andrehen wollen. Wir sehen schon, hier kümmert man sich noch um uns ;) Es wird voller uns voller und nachdem die Security die Menge vor der Tür nicht mehr im Griff hat entscheiden wir uns dann unser letztes Bier zu trinken und dann ins auf ins Bett zu machen. Glücklich, und nein... wir sind allein ;)

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