Donnerstag, November 08, 2007

#5 - Zigarren über Zigarren

Heute bedankt sich Thomas dafür, dass wir bei seinem Bruder übernachtet haben dadurch, dass er mit uns zu seinem ehemaligen Arbeitgeber auf die Plantage von Alejandro Robaina fährt. Dies ist die letzte Marke auf Kuba, die Zigarren noch unter ihrem eigenen Namen verkauft. Dort bekommen wir eine Führung und können von der Aufzucht der Tabakpflanze bis hin zum Drehen und Schneiden der Zigarren alles genau beobachten. Im Anschluss
Vinales und Kubas Westen (Galerie)
treffen wir uns noch mit einem alten Arbeitskollegen von Thomas und rauchen erst mal eine. Zu dritt. Und nach einer Stunde ist immer noch mehr als die Hälfte über. Wie kann man das nur alleine rauchen ? Ich hatte auch am nächsten Tag noch den Geschmack im Mund. Wir setzen Thomas in Pinar der Rio ab und fahren alleine nach Vinales zurück. Naja, das war der Plan. Nachdem wir uns schon wieder mal verfahren hatten, haben wir 2 Schulkinder als mobiles Navi einpackt und sind mit Volldampf zurück nach Vinales gefahren um rechtzeitig zu unserem Reitausritt zu kommen. Die Kinder schauen den Tacho ungläubig an, als er die 120er Marke durchbricht. So schnell waren sie noch nie unterwegs. Und als sie dann aussteigen (direkt vor ihren Freunden) ist ihre stolz geschwellte Brust quasi nicht zu übersehen. Mit leichter Verspätung starten wir unseren Ausritt durch die Weiten von Vinales. Überall sieht man Tabakfelder, an Sträuchern sieht man wilden Café und viel Ananas. Nach 2 Stunden zwischen den Tafelbergen kommen wir an einer kleinen Hütte an, in der ein Farmer und das Kokosnußschälen zeigt uns mit Früchten versorgt und noch eine Höhle zeigt in der Farmer bei Hurricanes Schutz suchen. Der Rückritt findet schon bei einbrechender Dunkelheit statt und ist ziemlich aufregend, da wir sehr steile Abhänge nehmen und durch Flüsse reiten. Cool, wie der Marlboro Man. Das Abendessen wird sehnlichst erwartet, es gibt leckeren Fisch, den ich mir in der Nacht auch noch ein 2. Mal ansehe. Wobei, das wahrscheinlich eher an der Bohnensuppe lag. Jedenfalls, spare ich mir diese Suppe für den Rest des Urlaubs und versuche erst mal wieder in einen tiefen Schlaf zu fallen, was mir nur schwerlich gelingt.

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