Montag, Januar 08, 2007

Day 7 - Luxus raus, Abenteuer rein


Tja, heute heißt es Abschied nehmen, von Luxus und Glamour. Wir verlassen das Hilton Resort. Also ab die Koffen ins Auto (warum sind die nur so schwer geworden ?) und los gehts in Richtung Norden. Unseren ersten Stop machen wir am Hapuna Beach. Boah, ist das cool hier (siehe Fotos). Leider ist heute für uns kein Badetag, denn wir müssen ja auf die andere Seite der Insel. Aber hätten wir den Strand hier doch mal früher gefunden... weißer Sand, hier und da 'ne Palme, Platz zum grillen.. Schweren Herzens trennen wir uns davon und fahren weiter auf der Suche nach der Geburtsstätte des Königs Kamehamea I. War wohl mal eine große Nummer hier und da gibt es was zu schaun. Je weiter gen Norden wir kommen, desto grüner wird hier alles. Man kann es kaum glauben, aber wenn man aus dem Windschatten des Mauna Kea's kommt (immerhin über 4000m hoch) kommt Wind, Feuchtigkeit und somit auch grüne Wiesen. Ganz harte Kontraste hier. Leider sind die Karten, die wir von der Insel haben jetzt nicht die besten. Und die Insel ist recht klein. Daher schießen wir bei unserer Suche erst mal übers Ziel hinaus und müssen umdrehen. Irgendwo muss es doch in Richtung Strand abgehen. 1. Versuch, es geht steil bergb, an kleinen Häusern vorbei, dann wird aus der Straße ein Feldweg, irgendwann ein Acker und nochmal 5 min später einfach eine Wiese an der mit unserem Auto Schluss ist. Hier wäre ein Pickup schon cool. Nun gut, zurück und 2. Versuch. Sieht schon besser aus. Vorbei an einem Windpark, ein paar Kühen und immer noch dieselbe gute Straßenqualität. Dann sehen wir endlich eine große breite Straße und... wir kommen näher und es ist doch nur eine Landebahn. Inmitten vom nichts ist hier ein Flughafen, für wen auch immer. Das war's also auch nicht. Nun gut, noch ein Versuch und dann ist Schluss. Wir fahren und fahren, kommen an den Ozean und sehen erst mal nichts. Da fragen wir doch einfach 2 Jungs, die hier gebannt aufs Meer schauen. Sie wohnen in der Gegend, haben aber von unserem Ziel noch nie was gehört. Prima, aber dafür kommt einer von Ihnen aus Deutschland und so kommt man ins Gespräch. Der andere kommt aus Californien und ist ein wenig aufgedreht. Wir erfahren warum, hier auf Hawaii ist Kanufahren, DER Volkssport. Und die beiden waren heute draußen, nun wie ihr auf den Bilder seht, war ganz schöner Seegang. Die Boote sind stabil (Fiberglas und Metallverstebungen), aber der verrückte Gene musste ja unbedingt raus und für den Starbucks Cup (jedes Jahr sponsort Starbucks ein Turnier von Insel zu Insel) trainieren. Tja, und dann kamen doch ein paar viele Wellen und haben ihn vom Boot geholt. Ihm geht es gut, dem Boot nicht. Das liegt in 8 Teilen kaputt da. Glück gehabt, der Junge. Aber die beiden sind echt total relaxt und geben noch die eine und andere Geschichte zum besten. Nachdem wir dann eine Stunde verquatscht haben, pfeifen wir auf den Park und fahren einfach zu einem anderen. Dort gibt es die Überreste eine hawaiischen Dorfes zu sehen (also nur noch die Grundmauern) was nicht so toll ist. Also flugs weiter an die Nordspitze zum Pololu Valley. Das kommt auf den Bildern jetzt nicht so rüber, aber das ist echt imposant. Man steht so auf 300-350 m Höhe und schaut ziemlich senkrecht runter auf ein Tal. Es gibt auch einen kleinen Trampelweg runter, den wir nehmen. 20 min runter, 40 wieder hoch. Ist echt anstrengend, aber der Ausblick hat sich gelohnt. Leider war hier mein Akku leer, daher reiche ich die entsprechenden Bilder noch nach. Dann entschließen wir uns Richtung Hilo zu fahren. Dummerweise, meine ich es geht schneller wenn wir zwischen den beiden Vulkanen durchfahren. Kein Auto hier, aber halt auch fast keine Straße. Die führt nämlich von einer Militärbasis zur nächsten und die Panzer fahren hier auf der Straße, was man derem Zustand sichtlich anmerkt. Ich hoffe, die Stoßdämpfer machen noch eine Weile mit. Die Landschaft ändert sich alle paar Meilen. Erst alles grün, dann wird es neblig, dann auf dem höchsten Punkt der Strecke scheint die Sonne, bevor wir durch eine düstere Lavagegend kommen, die auch auf dem Mond hätte sein können. Da es schon spät und dunkel wird beeilen wir uns, unser B&B zu finden. Gar nicht so einfach ohne Straßennamen, also rufe ich kurz an und sage, dass wir später kommen und lasse mir noch eine detaillierte Wegbeschreibung geben. Bringt auch nichts, wir verfahren uns trotzdem. Das ist aber auch ein Weg hier, von der Hauptstraße ins Nichts einbiegen (es ist mittlerweile dunkel und regnet stark), dann 2 Meilen weiter ins Landesinnere über Stock und Stein, noch hier und da mal abbiegen und dann steht man in der 39. Straße, unserem Ziel. Wen je mal einer von euch vom Steuerprüfer verfolgt wird... hier seid ihr sicher. Das B&B ist sehr nett eingerichtet, so im Stil einer Jugendherberge. Der Garten aussen sieht auch sehr interessant aus. Mal sehen wie das morgen bei Tageslicht ist... Jetzt fahren wir noch kurz was essen, denn das musste aus Zeitgründen erst mal verschoben werden. Wir bekommen den Tip, dass man beim Thai gut essen kann. Also nichts wie hin, wir parken, ich laufe voraus, sehe das Schild und setze mich erst mal ins falsche Restaurant. Naja... ich bin wohl schon kaputt... Beim Thai angekommen, gibt es für uns beide erstmal eine ausgiebige Mahlzeit und ein wenig ausruhen und relaxen. Auf durch die Dschungelroute nach Hause, kommen wir vor das nächste Problem... wie geht die Tür auf. Amerikanische Schlösser sind manchmal einfach zu viel für 2 deutsche Doktoranden. Ich will schon die Besitzerin holen, da schafft es Markus endlich die Tür zu öffnen. Jetzt noch duschen und dann... schlafen ;)

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