Boah hab ich gut geschlafen, muss an dem Wetter und der guten Luft hier liegen. Wir frühstücken kurz und müssen dann schon wieder packen :( Alles in Auto und los geht die Fahrt. Wir kommen an ein paar Lookouts vorbei, sehen ein paar Wale und kommen dann am Ho'okipa Beach an. Dem Mekka für Windsurfer (Big Island macht sich da mehr aus Kanufahren). Es ist schon irre, wie die hier abgehen. Der Wind bläst und Surfer springen über super hohe Wellen. Mit darunter sind auch ein paar Kite-Surfen, die sogar noch schneller sind. Ein paar Kilometer weiter kommen wir zu den Twin Falls. Auf dem Trampel-Pfad dort hin fällt uns auf, dass das hier wohl die Hippie und Austeiger Hochburg auf Maui ist. Überall stehen Zelte und ein paar Hippies kiffen in der Gegend rum. Dann kommen wir in die Nähe der Wasserfälle und es zeigt sich wie gut es ist mit Flip-Flops unterwegs zu sein. Man muss nämlich erst durch einen kleinen Bach (und dabei schön die Hose hochhalten und ja nicht hinfallen, damit der Fotoapparat nicht nass wird) um zum Wasserfall zu kommen. Dort geben sich ein paar Jungs auch die Mutprobe und springen dort herunter. Das Wasser ist nicht sehr tief, ich entscheide mich, das lieber bleiben zu lassen. So, jetzt genug angeschaut, ich will noch zum Strand. Diesmal gehen wir nahe Paia baden. Dort sind die Wellen aber etwas unberechenbarer, sie brechen überall und es gibt super viel Weißwasser. Das macht zwar Riesenspaß, mir aber gigantische Probleme beim wieder aus dem Wasser kommen, denn es gibt eine super starke Unterströmung. Kurz vor verlassen meiner Kräfte schaffe ich es aber dann doch noch an Land und genieße ab jetzt alles nur noch von draußen :) Und dann kommt leider der Moment, an dem ich mich von der Insel und von Markus verabschieden muss. Markus schmeißt mich am Flughafen raus und zieht alleine weiter. Wenn ich so im Flieger nach draußen schaue, so fällt es mir doch irre schwer hier wegzugehen. Die Insel ist einfach so schön und die zwei Tage hier waren viel zu kurz, haben mir aber doch deutlich besser gefallen, als alle Tage im Luxus auf Big Island. Doch dann muss ich in den Flieger und wieder über Honolulu nach Kona. Im Flieger gab es dann noch ein freudiges Ereignis. Wir hatten einen Latino-Sänger mit Gitarre an Bord, der mit seinen Lieder das ganze Flugzeug unterhalten hat. Gut, so viele waren wir nicht, wir waren sogar so wenig (ca. 15 Leute), dass die Stewardess 7 Leute gebeten hat sich in den hinteren Teil des Flugzeuges umzusetzen, da sonst die Gewichtsverteilung im Flieger nicht stimmt... Irgendwie komisch wieder hier auf Big Island anzukommen. Fast so als würde ich nach Hause kommen, obwohl ich doch nur knapp 10 Tage hier war. Noch etwas unentschlossen hole ich mein Gepäck und mein Ticket. Und wie es so ist, unterhält man sich wieder etwas länger (ist ja auch kein Ding hier, das ist so ziemlich der kleinste Flughafen, den ich jeh gesehen habe, mit genauso wenig Leuten) und woher kommt wohl die Dame am Ticketschalter... nein, nicht aus Deutschland, sie kommt aus Hawaii, hat aber 10 Jahre in Esslingen gewohnt, da ihr Mann von dort kommt. Ja ja. Dann komme ich zur Sicherheitskontrolle und (jetzt wird es echt dreist) erkennt mich die Dame von der Flugsicherung wieder. Ich komme mir hier fast wie der einzige Fluggast vor... Ein klein wenig verwundert, hole ich mir dann noch etwas aus dem Restaurant, sitze vor dem Gate und freiem Himmel (es gibt hier ja kein Dach, geschweige denn ein Gebäude) und dann geht meine Flugodysee weiter. Flug 1 und 2 hinter mir, 3 und 4 kommen jetzt.
Freitag, Januar 12, 2007
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