Mittwoch, November 14, 2007

#11 - Kuba's Pampa

Nach dem Frühstück packen wir unsere leider noch nassen Sachen (zum Glück sind sie vom Hund vollgesabbert worden) ins Auto und machen uns auf der Nordroute auf gen Remedios. Der Weg dahin gestaltet sich mehr als abenteuerlich. Zwar sind die Straßen auf der Karte als groß eingezeichnet, allerdings sind das nur Feldwege... dann kommt man wieder in ein Dorf mit Schlaglöchern, die einen zur wilden Zickzackfahrt zwingen und dann hat es mal wieder keine Schilder, so dass wir uns mal wieder durchfragen müssen. Manchmal geht das auch nur, wenn man jemand dafür ein paar Meter mitnimmt, aber gut. Das müssen wir in Kauf nehmen. Mitterweile sind wir auch absolut im kubanischen Hinterland angekommen. Wir machen Rast in einem Dorf, dass wohl schon ewig keine Touris mehr gesehen hat. Es gibt außer unserem Polo kein einziges anderes modernes Auto, die Leute hier scheinen die Touri Währung gar nicht zu kennen, denn wir zahlen für unsere Pizza 2,3 Peso nacional (ca. 10 cent) und für unser Eis noch viel weniger. Auf der Weiterfahrt finden wir auch weitere Verkehrsschilder - mißbraucht als Dach für Häuser... Wir haben für Remedios keine Empfehlung, d.h. wir müssen nach dem Lonely Planet gehen. Da es sich hier aber nur um ein kleines Dorf geht, gibt es nur 3 casas im Buch. Die sind natürlich alle belegt oder werden gerade renoviert. Jedoch kann ich einen Hausherren überreden mich zu seinem Kollegen zu fahren und dort nach einer Wohnung zu fragen. Und tatsächlich bekommen wir dort noch ein Zimmer. In einem super schönen Kolonialcasa mit riesigem Garten, Pool und vielen Vögeln lassen wir uns dann erst mal frisch gemachte Zumos schmecken. Beim Stadtspaziergang hält ein Auto neben mir und eine Kanadierin und fragt nach Zimmern. Wir können ihr zwar keins bei uns besorgen aber unser super netter Hausherr besorgt ihnen bei seiner Schwester eins. Und weil er sieht wie gut wir uns verstehen, richtet er uns ein gemeinsames Abendessen an. Ein super schön dekorierter Tisch mit wundervollen Speisen. Das ist noch richtige Gastfreundschaft. Nach dem Essen genehmigen wir uns noch ein paar Mojitos in der Stadt und genießen den lauen Sommerabend.

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