Montag, November 12, 2007

#9 - Gewaltroute gen Westen

Heute müssen wir früher los, denn wir haben eine weite Strecke vor uns. Wir tauschen vorher noch Geld. Oder wollen Geld in der Bank tauschen, aber ohne Pass geht das nicht. Also zur Cadeca (Wechselstube), denn dort ist das kein Problem und der Kurs ist derselbe. Danach noch kurz getankt mit neuem Rekord (12 l / 360 km) und ab auf die Autobahn. Dort gibt es einen Hindernisparcour, denn wir haben auch Ochsengespanne auf unserer Spur, die nicht ganz die 90 km/h erreichen. Nach Havanna, welches wir nur mit Navigation durch Himmelsrichtungen durchqueren konnten, fahren wir an wundervollen Landschaften am Strand entlang, zur Rechten hat man immer wieder Einblick in riesige Täler und weites Grün, bis ... ja... bis Chris mal wieder wegen Speeding gestoppt wird. Ich erinnere an Neuseeland. 30,- CUC (ca. 23 €) wollen sie uns aufbrummen. Die würden sie aber nicht selber kassieren, sondern die würde uns bei der Rückgabe von der Kaution abgezogen werden. Daher kann ich nach 15 min erzählens und diskutierens die Strafe auch abwenden. Schließlich sind wir Freunde, meinte der Polizist und solange ich den Leuten helfe (indem wir in Casas wohnen) hilft er auch uns (und spart sich Bürokratie Krams) und lässt uns so ziehen. In Matanzas angekommen klappern wir alles Casas ab, die wir so auf Anhieb finden. Zum Glück hat uns Matteo noch eine Visitenkarte eines Casas mitgegeben, denn die anderen liegen an der Hauptstraße. Wir lassen das Auto am Stadtpark stehen (neben dem Pharmaziemuseum), bezahlen den Parkwächter und ziehen in das nobelste Casa das wir bisher gesehen haben. Der Inhaber fliegt auch ständig in der Gegend rum und wir bekommen die ganze Zeit nicht heraus was er eigentlich tut. Egal, unser Zimmer ist sauber und groß, mit Kühlschrank, CD-Player, Badewanne etc. Wir ziehen noch ein wenig durch die Stadt und lernen einen Dozenten von der Uni kennen. Kurze Zeit später kommt noch ein Kumpel von ihm vorbei, der mit einer Mongolin verheiratet ist und eigentlich in Ulan Bator lebt. Wir unterhalten uns und werden plötzlich von ihnen zur Seite gezogen, nachdem es ein knackendes Geräusch gab. Die Stromleitung über uns schlägt Funken und droht zu reissen. Danke Jungs... das hätte böse enden können. Dann gehts zurück ins Casa, es ist schon dunkel und wohl genährt geht es nochmals raus um mit unserem neuen Kumpel einen Mojito trinken zu gehen. Dort erfahre ich noch viel über die Ansicht der Kubaner über die Regierung während Christian die Bekanntschaft der heimischen Frauenwelt macht. So hat jeder von uns seinen Spaß ;)

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