Freitag, Oktober 27, 2006

Mal wieder Bordeaux (Tag 1)


Jetzt war ich fast 4 Wochen zu Hause. Das geht ja wirklich nicht, also ab nach Frankreich zum Kuscheln mit der Freundin. Die Wegstrecke ist mir ja eigentlich bekannt, daher sollten keine Probleme auftreten. Tja, denkste. Der Zeitplan war ja schon ein wenig eng gesteckt, so mit Anschlussverbindungen und so. Aber der Reihe nach. Ich komme pünktlich mit der Bahn um 20 vor 7 am Flughafen an, checke ein und gehe Richtung Gate. Welch Freude, dort treffe ich meine Flug-Bekanntschaft Astrid wieder (siehe letzer Flug nach Bordeaux). Das macht das Fliegen natürlich mehr Spaß. Wir unterhalten uns gut und alles ist so weit in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass wir nicht abheben. Eine geschlagene Stunde warten wir auf dem Rollfeld, bevor es endlich los geht. Und warum ? Wegen ein bisschen Nebel in Paris. Ich muss mich dann doch eines besseren belehren lassen. Ich sehe nichts. Gar nichts. Der Nebel ist so heftig dass wir von Anflug nach Paris nichts mitbekommen. Den Boden bzw. die Landebahn sehe ich auch erst bei einer Höhe von 7-8 m. Krass. Aber der Pilot hat alles im Griff, nur ich meinen Anschluss nicht. Also kann ich mich auch in aller Ruhe von Astrid verabschieden und mache mich dann auf den Weg nach Montparnasse. Dort muss ich in meinem besten Französisch denen jetzt mal klarmachen, warum ich meinen TGV nicht bekommen habe und jetzt ein neues Ticket brauche. Doch oh Wunder, er versteht mich. Ohne ein Wort Englisch. Leider ist der Zug ein wenig voll und wenn ich nicht den ganzen Tag in Paris verbringen will, kann ich nur noch ein 1. Klasse Ticket kaufen. Also gut, was macht man nicht für seine Freundin ;) Der TGV ist wirklich proppenvoll. Auch die 1. Klasse. Egal, ich mache es mir gemütlich und will entspannen, als doch der Herr mit der Platzreservierung für meinen Sitz kommt. Ja geil. Also auf dem Gang auf einem Notsitz platz nehmen. Ein Film auf meinem Laptop tröstet mich dann wenigstens über den verloren gegangenen Luxus hinweg und verkürzt die Fahrt enorm. In Bordeaux komme ich erstmal ins Schwitzen. Denn hier ist es richtig warm, die Mädels tragen Röcke, die Sonne scheint, ich steige gleich in meine Tram und mache so auch noch eine kurze Tour durch die Stadt. An der Uni holt mich dann Lucie ab und nachdem wir meine Sachen abgestellt haben geht es noch zur letzten Vorlesung an die Uni. Die Vorlesung wird von einem Schwarzen auf Englisch gehalten. Ha, da verstehe ich doch sogar was. Eigentlich ganz spannen. Aber das ganze mitschreiben hier erinnert mich doch schwer an Schule. Dann ist für mich der Tag auch gelaufen, wir gehen nach Hause und nach dem Abendessen falle ich dann auch müde ins Bett.

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