Mittwoch, September 20, 2006

Tag 3 - Der Vortrag


Wie das halt immer so bei mir ist, habe ich vor dem Vortrag nicht so gut geschlafen. Riikka, meine finnische Kollegin, sieht beim Frühstück auch noch nicht so fit aus. Nachdem wir dann eine Kleinigkeit gegessen haben machen wir uns auf den Weg zur Uni. Unterwegs finden sich immer mehr Leute und so kommen wir als große Gruppe bald am Ziel an. Die Weintrinkerei vom Vortag hat ihre Spuren hinterlassen. Die Zuhörerschaft nimmt doch ein wenig ab. In der ersten Kaffeepause schau ich noch mal schnell über die Folien und dann muss ich wieder in den Hörsaal. Und bekomme einen Schrecken, weil Thomas aus Karlsruhe mir meine Einleitung kaputt macht, weil er über ähnliche Dinge redet. Ui... jetzt aber schnell eine neue Einleitung zusammenstricken. Irgendwie krieg ich das dann zum Glück doch noch hin und finde meinen roten Faden. Hier und da ärgere ich mich, weil mir nicht die richtigen englischen Begriffe einfallen, aber mir wird im Anschluss beim Mittagessen in der Mensa gesagt, dass man mich und die Message doch mitgenommen hat. Puh... nochmal gut gegangen :) Von den restlichen Vorträgen nimmt man erst mal nicht mehr so viel mit, weil man erst mal erleichtert ist, dass der eigene Vortrag rum ist. Im Anschluss geht es mit der Stadtführerin vom Sonntag wieder zum Dom, wo extra für uns eine Orgelkonzert gegeben wird. Zu erst kommt es mir ein bisschen lax vor, klar ist es toll wenn der Ton mal von vorne, mal von hinten kommt, aber so richtig imposant ist das ganze wenn mal 6-7000 Pipes gleichzeitig loslegen. Das ist schon ein kribbelndes Gefühl im Bauch. Mehr Pipes kann man wohl auch gar nicht anspielen, weil sonst die Scheiben der Kirche rausfallen. Nach dem Konzert drängt erst mal die Entscheidung, weil a) es regnet b) die Kirche schließt und c) wir haben Hunger. Also machen wir uns mit ca. 20 Mann zum Scharfrichter (hoffentlich kommen wir da wieder raus) auf und genießen erst mal das Abendessen. Es schmeckt sehr lecker und alle fühlen sich wohl... nur doof, dass wir heute zahlen müssen :) Anstatt brav nach Hause zu gehen, lass ich mich natürlich noch breitschlagen und ziehe mit eine paar Leuten um die Häuser und ins BlueNotes. Dort unterhalte ich mich gut mit Axel und natürlich ist die Welt so klein, dass er meinen Diplomarbeits-Betreuer kennt. Sachen gibt's... Um halb 2 bin ich dann aber nur noch froh einfach ins Bett fallen zu können.

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