Schon komisch hier. Ich hab meine Uhr noch nicht umgestellt auf Neufundlandzeit. Wie kann man auch nur auf die Idee kommen 4 1/2 Stunden Unterschied zu Deutschland zu haben. Na was solls, also wieder frueh aufstehen und schnell noch was fruehstuecken. Dann geht es mit dem engeren Teil der Familie und den "wichtigen" Leuten in die Kirche. Dort erklaert uns der Reverend den Ablauf der Hochzeit. Wer kommt wann wo mit wem rein. Wer sitzt wo, wenn bringe ich als Usher an den Platz, wo stehen die 6 Brautjungfern, und in letzter Minute muss noch der Eingangsmarsch geaendert werden. Zumindest die Deutschen haetten sich wohl weggeworfen wenn zum Einmarsch der Braut die Hymne von Eurovision kommt. Aber der Reverend nimmt alles mit Humor, ist super lustig und locker und so verwundert es auch nicht, dass ploetzlich in den Vorbereitungen sein Handy klingelt :) Nach 40 Minuten sind wir dann fertig und gehen zum sogenannten Rehearsel-Dinner. Also zum Fruehstueck mit dem Pfarrer in ein mexikanisches Lokal, dass Lukes Mutter gehoert. Also gibt es hier wieder ein Special-Programm zum Essen, Burritos, Fajitas, Salat ... nebenbei wird vom Brautpaar jeder einzeln nochmal vorgestellt, was ich echt nett finde. So kennt jeder die Namen und die Geschichte der Leute die dem Brautpaar eng verbunden sind. Das werde ich bei meiner Hochzeit bestimmt auch machen :) Nach dem Essen verfallen wir aber schon wieder in Eile, es muessen noch Gaeste vom Flughafen ankommen (Freunde aus der Schweiz) und dann muessen wir losfahren um rechtzeitig am Bootshaus fuer unseren Whale-Watching Ausflug zu sein. Noch kurz umziehen und super warme Klammotten mitnehmen, das es doch ein wenig zugig auf dem Boot ist. Unser Guide macht erst mal richtig Stimmung, erklaert uns das Verhalten der hier ansaessigen Buckelwale und fuer jeden der "Der Schwarm" gelesen hat, ist das eine Wonne. Und dann sehen wir Wasserfontaenen auf dem Meer, mehrere Wale, die majestaetisch durchs Wasser gleiten und fressen. Daher sind sie leider nicht so an uns interessiert, aber wir kommen trotzdem bis auf 10 m an sie heran und jeder schafft es ein paar Schnappschuesse von ihnen zu machen. Nach diesem Erlebnis fahren wir noch weiter auf eine Insel auf der es von Puffins (Meer-Papageien) nur so wimmelt. So putzige bunte (aber nur der Schnabel) Viecher, die nur mit Mueh und Not aus dem Wasser kommen. Dann noch jede Menge Gannets und Moewen. Die Tiere hier kommen nur zum Brueten auf das Festland, ansonsten bleiben sie bis zu 4 Jahre einfach auf dem Meer. Dann scheint der Wellengang doch die ersten Opfer zu fordern und bevor es noch mehr Leuten schlecht geht, drehen wir um und fahren wieder auf das Festland und nach Hause. Pause ? Nein, jetzt steigt das Dinner fuer die Trauzeugen und Brautjungfern und so finden wir uns in einem netten Lokal wieder und essen gemeinsam zu Abend. Danach muessen einige schon wieder weg und Sachen organisieren und so werden Kay und ich mit Kirsty und Zoe in der Stadt alleingelassen und wir gehen auf die Suche nach einer netten Bar auf der Strasse mit der hoechsten Kneipendichte in Nordamerika. Wer jetzt Wunder was erwartet, wird enttaeuscht, die Strasse ist kaum laenger als 200 Meter. Letztlich werden wir doch fuendig und geniessen den Abend mit ein paar Bier und Live-Musik. Gegen 12 machen wir uns dann auf unseren nach Hause weg und fallen tot ins Bett, als wir endlich ankommen.
Freitag, Juli 14, 2006
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